Aktuelles und News

Region
24. 08. 2015
 

Destinationsentscheid noch dieses Jahr

Eine gemeinsame Tourismusregion von Disentis bis Andermatt scheint nach den Querelen der letzten Wochen näher zu rücken. Die Gründung einer AG könnte im November beschlossen werden.

von Jano Felice Pajarola

Eine Gesprächsrunde vor wenigen Tagen hat offenbar die Wende gebracht: In Sedrun haben sich am 18. August Vertreter der Gemeinden Disentis und Tujetsch sowie von Andermatt-Urserntal Tourismus getroffen, um nach dem bekannten Auseinanderbrechen von Sedrun Disentis Tourismus über die Zukunft zu diskutieren. Was sich dabei ergeben hat, konnte der Disentiser Gemeindepräsident Francestg Cajacob an der Sitzung des Gemeindeparlaments vom Freitagabend als Antwort auf eine Interpellation von Gemeinderat Flavio Murer präsentieren: Alle drei Orte sind offenbar gewillt, eine gemeinsame Destinationsmanagement-Organisation – kurz DMO – zu schaffen, und zwar in Form einer AG, an der alle drei Partner zu je einem Drittel beteiligt sind.

Zu Übergangslösungen bereit

Definitiv über die Gründung der DMO entscheiden wollen Disentis, Tujetsch und Andermatt-Urserntal noch im November dieses Jahres. Operativ werden soll die Organisation allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt, der in den kommenden Wochen festgelegt werden soll. Vor diesem Hintergrund zeige sich die Gemeinde Tujetsch bereit, für Übergangslösungen bis zum Start der gemeinsamen DMO «proaktiv Hand zu bieten», so Cajacob.

Für alle Seiten unabdingbar ist gemäss den Diskussionsergebnissen ein Tarifverbund der Bergbahnen von Disentis und Andermatt-Sedrun. Letztere werde nun ei­nen Vorschlag zuhanden der Disentiser Bahnen erarbeiten. Was ebenfalls eine Bedingung innerhalb der DMO wäre: Die einzelnen Partner respektive Aktionäre sollen neben der Kooperation auch die Möglichkeit für eigene Aktivitäten haben.

Ja zu Beitrag für Klosterkirche

Neben der touristischen Zukunft hat sich der Disentiser Gemeinderat noch mit zwei weiteren Traktanden beschäftigt. Für die Renovierung der Klosterkirche St. Martin wurde der beantragte Beitrag von einer Million Franken in zehn Jahrestranchen à 100 000 Franken gesprochen (Ausgabe vom 20. August). Definitiv darüber zu entscheiden hat das Volk an der Urne, und zwar am 18. Oktober

Genehmigt wurde schliesslich ein Planungskredit von 450 000 Franken für eine Sanierung des in die Jahre gekommenen «neuen» Schulhauses in Cons. Der Bau aus dem Jahr 1980 muss einer dringenden Erneuerung inklusive Entfernung schädlicher Substanzen unterzogen werden; die Kosten dafür werden auf 3,5 Millionen Franken geschätzt. Für rund 300 000 Franken soll ausserdem der Schulplatz in Cons erneuert werden. Der Planungskredit un­terliegt noch dem fakultativen Referendum.

Für alle Seiten unabdingbar ist ein Tarifverbund der Bergbahnen von Disentis und Andermatt-Sedrun.


 

Zurück